Tremosine: Kultur : Tourismus :

 

Tourismus

Der moderne Tourismus am Gardasee ghet auf frϋhere Zeiten zurϋck. 1880 bauten die deutschen Eheleute Wimmer die ersten Hotels in Gardone Riviera und 1919 wurde eine “Gesellschaft von Garda” fϋr die Förderung des gardesanischen Tourismus gegrϋndet. Auch in Tremosine entstand zwischen den beiden Kriegen eine Keimzelle touristicher Strukturen mit einigen Gaststätten und Hotels (Gallo, Stella d’Oro, Vapore, Centrale und Alpino, die inzwischen verschwunden sind, und Miralago, Paradiso, Sole..noch vorhanden) und vereinzelt Privatquartiere fϋr einen Tourismus der Familien und Stammgäste. Nach 1960 begann eine rasche Entwicklung der Tourismusindustrie, die ihren Höhepunkt in den 70er Jahren erreichte: Mit dem Bau von Feriendörfern (Bazzanega, le Valli, Mezzema…), Hotels, Bars und Gästezimmern.

Mit dem Anbruch des Massentourismus multiplizierte sich die Zahl der privaten und öffentlichen Strukturen, nicht ohne die Schwierigkeiten, die leider solches improvisierte und elige Wachstum immer begleiten: Mangelnde Infrastrukturen, unsichere Stadtplanung, nicht immer unbeschwerte Beziehungen zu den Einwohnern.

Unter den berϋhmten Besuchern Tremosines erinnert man sich besonders an den englischen Staatsmann Winston Churchill. Im Sommer 1949 befand er sich offiziell auf Urlaub in Gardone Riviera, doch in Wirklichkeit, um Briefe (kompromittierende?) die er mit Mussolini gewechselt hatte, zurϋckzubekommen. Man erzählt sich, dass Churchill nach Pieve kam und, begleitet vom damaligen Erzpriester Andrea Cipani, die Kirche und die Sakristei besichtigte. Er war sehr beeindruckt von der Schönheit der Gemälde und der Intarsien aber vor allem bewunderte er das guterhaltene Brokatgewand aus dem 16. Jhd. mit dem man in frϋherer Zeit die Statue der Madonna fϋr Prozessionen bekleidete. Der Politiker bot Don Andrea an, es zu kaufen, um zu Hause einen Diwan damit zu beziehen, und bot 150 Pfundsterling, ein hϋbsches Sϋmmchen in jenen Zeiten der äußerst beschränkten Verhältnisse nach dem Krieg. Der brave Piever ließ ihn redden, dann hob er den Blick von der Schublade mit dem Brokat, richtete ihn zur Decke und fuhr mit der Schilderung der fresken fort. Der Chronist (Carlo Piovan) bemerkt: “Churchill insistierte nicht. Er begriff, dass die blanke Armut ebenso stolz sein kann wie der Reichtum und die Macht. Demϋtig ohne Besorgnis.”

 

Testi tratti dal volume "Tremosine: breve guida" di Gabriele Scalmana

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